Mehr Selbstregulation & Balance

Ich möchte versuchen, Worten, die leicht auch als Floskel oder hohle Phrase genutzt oder verstanden werden können, ein bisschen mit Leben und mit meinen, dazu auftauchenden, Gedanken, zu füllen.

Mehr Selbstregulation und Balance sind ja auch erstmal nur Begriffe, die sich gut lesen (oder anhören) und wozu man wahrscheinlich auch nicht nein sagen würde, weil man schon irgendwie weiß, dass es gut sein könnte, mehr davon zu „haben“ – meist aber, ohne so richtig zu wissen, was es denn überhaupt bedeutet, oder wofür es genau gut sein soll.

Für mich war ein großer Teil meines Lebens davon geprägt, dass ich mich überhaupt nicht gut selbst beruhigen oder selbst regulieren konnte. Ich hatte wenig Einfluss auf meine Gefühlswelt und fühlte mich dem, was in mir los war, besonders bei Schwierigkeiten in meinen Beziehungen, oft wie ausgeliefert.

Wenn mein damaliger Partner sich bspw. in einem Streit, emotional von mir zurückzog und dann auch noch ins Bett ging, ohne dass wir eine gute Lösung gefunden hatten, überfluteten mich Wellen von Emotionen, die so intensiv und überwältigend waren, dass es mir weder möglich war, gut (ein)schlafen zu können, noch einigermaßen gut durch den nächsten Tag zu kommen . Ich funktionierte, aber emotional ging es mir wirklich unterirdisch.

Mein ganzer Körper schien völlig ausgefüllt von dem, was da in mir los war. Eine große innere Unruhe und das absolut dringende Bedürfnis nach Klärung, war so überwältigend, dass ich kaum an etwas anderes denken konnte, solange das Thema nicht gelöst war.

Ich konnte nicht wirklich etwas essen, fühlte mich wie unter Strom und hatte keine Ahnung, was ich für mich hätte tun können, damit es mir emotional etwas besser geht.

Ich habe immer wieder ganze Nächte damit verbracht, gefühlte Kilometer in meiner Wohnung auf und ab zu laufen und mir zu wünschen, einfach nur müde zu sein und schlafen zu können. Aber mein aufgepeitschter Körper, mein völlig dysreguliertes Nervensystem und meine rasenden Gedanken waren da anderer Meinung.

Ich hatte damals nicht das Wissen, um verstehen zu können, was da in mir los war; und auch nicht die innere Kapazität, um es (aus-) zu halten, es zu beobachten oder damit sein zu können. Ich konnte weder mich noch meine Impulse regulieren; also musste ich reagieren, ich musste irgendetwas tun.

Das führte entweder zu dem sich immer wiederholenden Versuch, meinen Partner zurück in ein Gespräch zu holen, was ja meist auch nur zu einer weiteren, kräftezehrenden Auseinandersetzung führte; oder dazu, am nächsten Tag mit meinen Freundinnen wieder und wieder darüber zu reden. Hier fühlte ich mich verstanden und gesehen, was für die Zeit des Gesprächs, etwas von dem linderte, was in mir los war; aber eben nie langfristig.

Heute weiß ich, dass mein Nervensystem hoch aktiviert war, und ich in einem Zustand der absoluten Übererregung feststeckte. Ich steckte in einer alten Überlebensreaktion, aus der ich mir alleine einfach nicht heraus helfen konnte.

Heute weiß ich, dass durch den emotionalen Rückzug meines Partners, etwas „altes“ in mir aktiviert wurde, (ein mit Trauma verknüpftes Netzwerk getriggert wurde) und ich mich dadurch in diesen Überflutungszuständen befand, und nicht alleine durch den Rückzug meines Partners.

Der Rückzug meines Partners war Auslöser für die Aktivierung, der in mir loslaufenden Dynamik; er war aber nicht die alleinige die Ursache.

Heute weiß ich, dass mein Stresstoleranzfenster durch (frühe) traumatische Erfahrungen sowieso schon enger war, was dafür sorgte, dass ich schneller in einem dysregulierten Zustand landete, als Menschen mit einem breiteren Stresstoleranzfenster.

Heute weiß ich, dass Selbstregulation keine Fähigkeit ist, die uns angeboren ist, sondern eine, die wir als Kinder, durch uns zugewandte und empathische Bezugspersonen und deren Co-Regulation lernen; und es ist eine Fähigkeit, die wir nachlernen können, wenn sie zu schwach in uns ausgeprägt ist.

Heute weiß ich, dass mein Mangel an Selbstregulationsfähigkeit mein Leben in vielen Bereichen beeinflusste, in meinen Partnerschaften zeigte es sich nur am deutlichsten.

Wenn wir uns nicht gut selbst regulieren können, müssen wir kompensieren, um mit dem Stress, der in unserem System ist, irgendwie klarzukommen. Das heißt es entstehen unbewusste Kompensations- und Vermeidungsstrategien, die so vielzählig und individuell sind, wie wir Menschen. Und wenn etwas in uns getriggert wird

Diese Beiträge könnten dir auch gefallen:

fulda-yvonne-rimane-nervensystemregulation-traumasensibles-coaching-3

Hey, ich bin Yvonne

Ich zeige dir, wie du dich, deinen Körper und dein Nervensystem sanft dabei unterstützen kannst, wieder in mehr Regulation und Balance zu finden; und begleite dich gerne ein Stück auf deinem Weg (aus alten Überlebens­mustern und Kompensations­strategien heraus), in die Verbundenheit mit dir selbst und zu mehr Selbstmitgefühl, Selbst­bestimmtheit und Lebendigkeit.

Hey, ich bin Yvonne

Ich zeige dir, wie du dich, deinen Körper und dein Nervensystem sanft dabei unterstützen kannst, wieder in mehr Regulation und Balance zu finden; und begleite dich gerne ein Stück auf deinem Weg (aus alten Überlebens­mustern und Kompensations­strategien heraus), in die Verbundenheit mit dir selbst und zu mehr Selbstmitgefühl, Selbst­bestimmtheit und Lebendigkeit.
yvonne-rimane-traumasensibles-coaching-nervensystemregulation-fulda

Traumasensibles & Körperorientiertes Coaching

Für mich geht es in Coachings und Begleitungen um sanfte Ent-wicklung und darum, dass du in einem sicheren Rahmen, in deinem Tempo, lernen kannst, wieder mit dir in Kontakt zu kommen. Ich unterstütze dich auf deinem Weg, dich selbst wirklich gut kennenzulernen und dir selbst wieder mehr Halt und Unterstützung geben zu können.

Traumasensibles & Körperorientiertes Coaching

Für mich geht es in Coachings und Begleitungen um sanfte Ent-wicklung und darum, dass du in einem sicheren Rahmen, in deinem Tempo, lernen kannst, wieder mit dir in Kontakt zu kommen. Ich unterstütze dich auf deinem Weg, dich selbst wirklich gut kennenzulernen und dir selbst wieder mehr Halt und Unterstützung geben zu können.

Folge mir auf Instagram

traumasensibles-coaching-yvonne-rimane-instagram-post
yvonne-rimane-instagram-post-traumasensibles-coaching
traumasensibles-coaching-instagram-post-yvonne-rimane
yvonne-rimane-traumasensibles-coaching-instagram-post

Folge mir auf Instagram

traumasensibles-coaching-yvonne-rimane-instagram-post
yvonne-rimane-instagram-post-traumasensibles-coaching
traumasensibles-coaching-instagram-post-yvonne-rimane
yvonne-rimane-traumasensibles-coaching-instagram-post